Hautpwildart ist das zahlenmäßig gut vorkommende Rehwild. In den Revieren tritt Schwarzwild regelmäßig auf. Fast alle heimischen Raubwildarten sind hier vertreten: Fuchs, Dachs, Stein- (u. Baum-)marder, Großes Wiesel/Hermelin, (auch Kleines Wiesel), Iltis und der Waschbär. Fuchs, Dachs, Steinmarder und Waschbär sind stark vertreten und werden bejagd, damit in dieser Kulturlandschaft auch die Verlierer, wie zahlreiche Bodenbrüterarten, eine Chance zum Überleben haben.

Unsere Ausbildungsreviere sind typische Niederwildreviere der Region.
Neben Hase und Rebhuhn sind in den Revieren viele Vogelarten als Stand-, Brut-, Strich- und Zugvögel zu beobachten. Beispielhaft seien für den Artenreichtum in mittelhessischen Revieren Rotmilan, Schwarzmilan, auch selten Uhu, Steinkauz und Bechsteinfledermaus genannt. Nach jahrzehntelanger Abwesenheit ist bei uns wieder der Weißstorch anzutreffen, der in den Feuchtwiesen und geschaffenen Biotopen seine Nahrung und Brutplätze findet. Wenn man besonders viel Glück hat, bekommt man sehr selten auch den Schwarzstorch im Anblick. Besonders erfreulich ist auch das Vorhandensein der Europäischen Wildkatze (Waldkatze). Eine Scheinwerferzählung des Feldhasenbesatzes in 2016 ergab auf 200 ha erfreuliche 28 Individuen. Erwähnenswert ist, das am 08. Mai 2016 ein junger ca. einjähriger Wolfsrüde durchgezogen ist, der dann Opfer eines Verkehrsunfalls im Marburger Land wurde. Ein bestätigter Wolfsnachweis durch Totfund. Die letzen Wölfe wurden auf dem Gebiet des heutigen Hessen im Jahr 1841 im Lahn-Dill-Kreis erlegt. Zu Sichtungen soll es in den letzten Jahren immer wieder auch innerhalb der hessischen Landesgrenzen gekommen sein.

Gefährdungen der Reviere traten in der Vergangenheit gelegentlich auf durch illegales Entsorgen von Müll in der freien Landschaft, durch freilaufende, hetzende Hunde sowie verwildernde Hauskatzen. Der Druck durch Erholungssuchende der bunten Spaßgesellschaft auf jagdbare, wie nichtjagdbare Wildarten wird auch in den mittelhessischen Revieren spürbar größer: Trends in der Gesellschaft sorgen manchmal leider auch nach Sonnenuntergang für Bewegung in den ansonsten ruhigen Zonen des Reviers. In Jagdschutzangelegenheiten wird, wenn möglich und vertretbar, auf Einsicht der Störer gesetzt. Wilderer, Schlingensteller und andere jagdschutzrelevante Personen sind zurzeit kein Thema mehr in den Revieren. Trotzdem ist häufige Jagdschutzpräsenz zu unregelmäßigen Zeiten eine wichtige und nicht zu vernachlässigende Aufgabe der Berechtigten zum Schutze des Wildes und der jagdlichen Einrichtungen.

Ein weiterer Ausbau bzw. Wegfall von unbefestigten Feldwegen mit einer Vielzahl von Pflanzengesellschaften (Stichwort „Hasenapotheke“) beispielsweise zu einem Radwegenetz kann daher von uns Jägern und Naturschützern vor Ort nur als kritisch angesehen werden.
Die Negativ-Auswirkungen der ausgerufenen "Energiewende", deren Umsetzung und folgende Auswirkungen auf wildlebende, heimische Arten und auf uns Menschen sind noch nicht in Gänze absehbar.

Im Rahmen seiner Verpflichtungen gegenüber der Europäischen Union hat das Land Hessen 639 Gebiete mit insgesamt ca. 441.000 ha für das Netz Natura 2000 vorgeschlagen.

Wir sind Mitglied im Landesjagdverband Hessen im Deutschen Jagdverband.

Der Leiter und Inhaber unserer Jagdhundeschule ist zudem geprüfter Jagdaufseher gemäß dem Hessischen Jagdgesetz und lizenzierter Schutzgebietsbetreuer, sowie ehrenamtlich berufener sachkundiger Mitarbeiter im Monitoring großer Beutegreifer in Hessen (Wolf, Luchs) für den Landkreis Marburg-Biedenkopf.


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